Russland

Moskau sperrt „Pettersson und Findus“ aus – Regime geht gegen Kinderbuch-Übersetzerin vor

Weil Russlands Behörden eine Übersetzerin zum „ausländischen Agenten“ erklärt haben, müssen beliebte „Pettersson und Findus“-Bücher aus den Läden weichen. Die Jagd auf Andersdenkende wird immer absurder im Land.

Die Geschichten von „Pettersson und Findus“ sind auch in Russland sehr beliebt. Nun müssen vier der Bücher aus den Ladenregalen verschwinden. 

Die Geschichten von „Pettersson und Findus“ sind auch in Russland sehr beliebt. Nun müssen vier der Bücher aus den Ladenregalen verschwinden.  Foto: Inna Hartwich

„Pettersson saß in der Küche und trank seinen Morgenkaffee. Traurig blickte er durch das Fenster in den grauen Himmel. Seine Laune war schlecht.“ So fängt das 1988 erschienene Buch „Armer Pettersson“ des schwedischen Kinderbuchautors Sven Nordqvist an. Die Laune des schrulligen Alten Pettersson, würde er in Russland durchs Fenster blicken, wäre derzeit noch schlechter. Denn der kleine russische Verlag, bei dem die schwedischen Klassiker von Pettersson und seinem sprechenden Kater Findus erscheinen, hat vier der Erzählungen über das ruhige Leben inmitten der skandinavischen Natur aus dem Verkehr gezogen. Auch „Armer Pettersson“ – in Russland „Pettersson ist traurig“ betitelt – gehört dazu.

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