Serbien

Mit der Statistik gegen den Wintersmog: Belgrad hebt die Grenzwerte an

Zur Corona-Pandemie gesellt sich auf dem Balkan zu allem Übel noch die schwere Luft. Statt auf die überfällige Modernisierung veralteter Kraftwerke setzen Serbiens findige Würdenträger im Kampf gegen den Wintersmog auf ein bewährtes Mittel: auf die Anhebung der Grenzwerte.

Vor allem die nordmazedonische Hauptstadt Skopje führt regelmäßig die Liste der europäischen Städte mit der größten Luftverschmutzung an

Vor allem die nordmazedonische Hauptstadt Skopje führt regelmäßig die Liste der europäischen Städte mit der größten Luftverschmutzung an Foto: AFP/Robert Atanasovski

Zumindest hat jedes Übel auch einen Nutzen: Dank Corona sind die smoggeplagten Bewohner auf dem Balkan in diesem Winter wenigstens ausreichend mit Gesichtsmasken versorgt. Denn ob im bosnischen Sarajevo, mazedonischen Skopje, im serbischen Belgrad oder der Kosovo-Hauptstadt Pristina: Alljährlich zur kalten Jahreszeit raubt der schwere Dunst des Wintersmogs den nach Luft schnappenden Bewohnern der Smogmetropolen den Atem. „Serbien am Beatmungsgerät – die Luftverschmutzung als natürlicher Zustand“, titelt entnervt das Belgrader Wochenblatt NIN.

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