Südostasien
Militärputsch in Myanmar weckt Erinnerungen an eine dunkle Ära
In Myanmar werden Erinnerungen an eine dunkle Ära wach: Mit eiserner Hand hatte eine Militärjunta das Land 50 Jahre lang regiert und komplett isoliert. Dann setzten demokratische Reformen ein. Jetzt hat die Armee wieder geputscht – dieses Mal gegen Aung San Suu Kyi.
Der Tag danach: Soldaten bewachen das Parlament in der Hauptstadt Naypyidaw Foto: AFP
Nach Jahren des zaghaften Übergangs zu demokratischen Reformen hat sich in Myanmar das Militär zurück an die Macht geputscht. Die zivile Führung um die faktische Regierungschefin Aung San Suu Kyi wurde in der Nacht zum Montag entmachtet. Es kam zu zahlreichen Festnahmen ranghoher Politiker, darunter Suu Kyi selbst sowie Staatspräsident Win Myint. Am Montag hätte das neu gewählte Parlament in Myanmar erstmals zusammenkommen sollen. Die Vorgänge lösten internationale Proteste und Kritik von Regierungen aus.