Deutschland
Merz in seiner Sommer-Pressekonferenz: „Die Koalition hat Tritt gefasst“
Es ist die zweite Sommer-Pressekonferenz mit Bundeskanzler Friedrich Merz. Vor einem Jahr stand der Koalitionsstreit um die geplatzte Wahl einer Verfassungsrichterin im Fokus. Diesmal geht es um konkrete Reformvorhaben – und den Umgang mit der AfD.
Der deutsche Kanzler Friedrich Merz gab sich betont gelassen bei seiner großen Pressekonferenz vor der Sommerpause Foto: Tobias Schwarz/AFP
Um 13 Uhr ist der Saal der Bundespressekonferenz am Berliner Spreebogen proppenvoll. Vor der berühmten blauen Wand stellt sich Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) am Mittwochnachmittag zum zweiten Mal in seiner Amtszeit den Fragen der Hauptstadtpresse. Was er den etwa 200 Medienvertretern in den anderthalb Stunden sagt – und was auffällt.
„Die Koalition hat Tritt gefasst“, betont Merz bei seinen einleitenden Worten zu Beginn der Pressekonferenz. Das ist ein deutlicher Unterschied zum vergangenen Jahr, als sich Union und SPD im Sommer über die Wahl einer Verfassungsrichterin heftig gestritten hatten. „Wir befinden uns auch persönlich-menschlich in einem sehr guten Verhältnis miteinander“, sagt der Kanzler nun. Mit Lars Klingbeil und Bärbel Bas (beide SPD) arbeite er gut zusammen. Er sei zuversichtlich, dass das im zweiten Halbjahr 2026 auch weiterhin gelinge. „Wir haben viel erreicht, aber es ist noch lange nicht genug“, räumt er zugleich ein.