Deutschland
Merkel dringt auf Konsequenzen in Thüringen: „Unverzeihlich“
Kanzlerin Angela Merkel hat die Wahl des FDP-Politikers Thomas Kemmerich zum Thüringer Ministerpräsidenten mit Stimmen der AfD und der CDU als „unverzeihlich“ kritisiert. Das Ergebnis dieses Vorgangs müsse rückgängig gemacht werden, verlangte die CDU-Politikerin am Donnerstag bei einem Besuch in Südafrika und stellte sich damit indirekt hinter Neuwahl-Forderungen. Die FDP-Bundesspitze suchte nach der umstrittenen Wahl ihres Parteikollegen einen Weg aus der Krise.
Bundeskanzlerin Angela Merkel bezeichnet die Geschehnisse in Thüringen als „unverzeihlich“ Foto: dpa/Michael Kappeler
Merkel betonte in Pretoria: „Es war ein schlechter Tag für die Demokratie. Es war ein Tag, der mit den Werten und Überzeugungen der CDU gebrochen hat.“ Es müsse jetzt alles getan werden, damit deutlich werde, dass dies in keiner Weise mit dem in Übereinstimmung gebracht werden könne, was die CDU denke und tue. „Daran wird in den nächsten Tagen zu arbeiten sein“, sagte Merkel.