Druck aus der Wirtschaft
Menschenrechte erstmal später: Brüssel will Lieferkettengesetz verschieben
Die EU-Kommission plant eine einjährige Verschiebung des Lieferkettengesetzes auf 2028 und eine deutliche Aufweichung der Regeln. Unternehmen müssen nur noch direkte Zulieferer kontrollieren, und Nachweise sind seltener erforderlich.
Kommissionschefin Ursula von der Leyen Foto: AFP
Die Europäische Kommission will die Anwendung des EU-Lieferkettengesetzes um ein Jahr verschieben und die Auflagen für Unternehmen deutlich abschwächen. Eine Verschiebung des Stichtags für die Regeln auf Juni 2028 werde „Unternehmen mehr Zeit geben, sich auf die neuen Auflagen vorzubereiten“, teilte die Kommission am Mittwoch mit. Brüssel reagiert damit auf massiven Druck aus der Wirtschaft, die über bürokratische Auflagen klagt.