EU-Parlament

Mehrheit der Abgeordneten für umstrittene Agrarreform

Das Europaparlament will die EU-Agrarpolitik ökologischer und klimafreundlicher machen. Eine radikale Agrarwende nach dem Geschmack von Grünen und Umweltverbänden soll es jedoch nicht geben. Dies beschloss eine Mehrheit der Europaabgeordneten gestern nach tagelangem, erbitterten Streit.

Die gemeinsame Agrarpolitik in der EU ist längst kein Thema mehr, das nur die Akteure in der Landwirtschaft interessiert

Die gemeinsame Agrarpolitik in der EU ist längst kein Thema mehr, das nur die Akteure in der Landwirtschaft interessiert Foto: Alain Rischard/Editpress-Archiv

Künftig werde es weniger Geld für große Agrarbetriebe und mehr Unterstützung für bäuerliche Landwirtschaft und Umweltschutz geben, sagte der EVP-Abgeordnete Peter Liese. Der Beschluss gehe weit über das hinaus, was die EU-Agrarminister am Mittwoch in Luxemburg beschlossen haben. Unter Leitung der deutschen Agrarministerin Julia Klöckner hatte der Ministerrat entschieden, dass künftig 20 Prozent der Direktzahlungen nach ökologischen Kriterien vergeben werden. Das EU-Parlament stockte diesen Anteil nun auf 30 Prozent auf.

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