Sudan

Mehr als tausend Europäer evakuiert – doch was wird aus den Ortskräften?

Rette sich, wer kann: Frankreich, Deutschland und die Europäische Union haben am Montag mit allen Mitteln versucht, die Evakuierung aus dem umkämpften Sudan zu organisieren. Mehr als tausend EU-Bürger seien in Sicherheit gebracht worden, sagte der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell bei einem Treffen der Außenminister in Luxemburg.

Auf einer Luftwaffenbasis in Jordanien brechen deutsche Soldaten in den Sudan auf

Auf einer Luftwaffenbasis in Jordanien brechen deutsche Soldaten in den Sudan auf Foto: Neumann/Bundeswehr/dpa

„Es ist eine komplexe Aktion gewesen und es ist eine erfolgreiche Aktion gewesen“, erklärte Borrell. Der Spanier dankte Frankreich für seine Hilfe beim Ausfliegen „unserer Leute“. Borrell würdigte aber auch „die vereinten Bemühungen vieler Länder“, die „alle Staatsbürger, die sie aufsammeln konnten, mitgenommen haben“. Die Worte des Außenbeauftragten lassen erraten, wie schlecht die EU auf die neuerliche Krise im Sudan vorbereitet war. EU-Botschafter Aidan O’Hara war vergangene Woche in seinem Haus attackiert worden. Seither hat sich die Sicherheitslage im gesamten Land dramatisch verschlechtert; auch Europäer sind nicht mehr sicher.

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