Australien

Mehr Mitsprache für „First Nations“: Parlament ebnet Weg für historisches Referendum

Australiens Ureinwohner sollen mehr Mitspracherecht im Parlament erhalten. Diese „indigene Stimme“ soll auch in der Verfassung des Landes verankert werden. Um diese anzupassen, müssen die Australier per Referendum abstimmen. Für Letzteres ebnete das Parlament in Canberra am Montag nun den Weg.

Für den australischen Premierminister Anthony Albanese ist das Referendum ein „Herzensprojekt“

Für den australischen Premierminister Anthony Albanese ist das Referendum ein „Herzensprojekt“ Foto: Lukas Coch/AAP/dpa

Die Senatorinnen und Senatoren im Parlament in Canberra brachen am Montag in spontanen Applaus aus: 52 und damit eine deutliche Mehrheit stimmten für einen Gesetzesentwurf, der nun den Weg für ein Referendum ebnet. Die Abstimmung soll 2023 zu einem historischen Jahr für Australien machen. Denn mit Hilfe des Referendums soll eine Verfassungsänderung ermöglicht werden, die eine sogenannte „indigene Stimme“ im Parlament einrichtet. Dies ist ein Beratungsgremium aus Indigenen, das das australische Parlament und die Regierung in Angelegenheiten unterstützen soll, die die Ureinwohner des Landes betreffen.

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