USA
MeToo-Meilenstein: Geschworene sprechen Weinstein der Vergewaltigung schuldig
Tagelang haben zwölf Laienrichter im Vergewaltigungsprozess beraten, nun sprechen sie den einstigen Filmmogul Weinstein schuldig – allerdings nicht in allen Anklagepunkten. Die MeToo-Bewegung reagiert prompt.
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Gut zwei Jahre nach dem Start der MeToo-Bewegung durch Vorwürfe gegen Harvey Weinstein hat ein US-Gericht den früheren Hollywood-Mogul wegen Sexualverbrechen schuldig gesprochen. Zwölf Geschworene verurteilten den 67-Jährigen am Montag im spektakulären Prozess am Obersten New Yorker Gericht am fünften Tag ihrer Beratungen wegen Vergewaltigung und sexueller Nötigung an zwei Frauen. Nicht schuldig sei er aber in den beiden schwersten Anklagepunkten des „raubtierhaften sexuellen Angriffs“ sowie einem noch schwereren Vorwurf bezüglich Vergewaltigung. Weinstein drohen bis zu 25 Jahre Haft. Er nahm das Urteil äußerlich teilnahmslos hin. Seinem Anwalt Arthur Aidala zufolge sagte er: „Ich bin unschuldig. Wie kann so etwas in Amerika passieren?“