Italien

Matteo Salvini ist politisch auf absteigendem Ast

In etwa 1.000 Gemeinden Italiens wurden am Sonntag Kommunalwahlen abgehalten. Das Hauptaugenmerk richtete sich dabei sowohl auf den sizilianischen Hauptort Palermo als auch auf die Kommunen in Norditalien. Während auf der Insel im Süden die fast 40 Jahre dauernde Ära Leoluca Orlandos zu Ende geht, spielte sich im Norden ein Machtkampf im rechten Spektrum ab. Lega-Chef Matteo Salvini scheint hier der große Verlierer zu sein. Ein Justizreferendum endete als Debakel.

Der Rechtspopulist Matteo Salvini, ehemaliger Innenminister von Italien, bei der Stimmabgabe: Seine Lega-Kandidaten haben Schwierigkeiten, bei den Wählern in den Kommunen anzukommen

Der Rechtspopulist Matteo Salvini, ehemaliger Innenminister von Italien, bei der Stimmabgabe: Seine Lega-Kandidaten haben Schwierigkeiten, bei den Wählern in den Kommunen anzukommen Foto: Alessandro Bremec/LaPresse/AP/dpa

Der Wahlsieger und neue Bürgermeister in Palermo wird aller Wahrscheinlichkeit nach Roberto Lagalla heißen. Der Kandidat des Mitte-rechts-Bündnisses aus Lega, Fratelli d’Italia (FdI) und Forza Italia (FI) setzte sich mit etwa 45 Prozent der Stimmen gegen seine Mitbewerber aus dem Mitte-links-Bündnis durch. Nach den auf Sizilien geltenden Wahlgesetzen kann sich der Kandidat zum Sieger erklären, der die Quote von 40 Prozent übersprungen hat. Eine Stichwahl – wie andernorts vonnöten – ist hier nicht erforderlich. Mit der Wahl Lagallas, des ehemaligen Rektors der Universität Palermo, endet die Ära Leoluca Orlandos.

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