Ukraine-Krieg

Maria Lwowa-Belowa wird wegen Verbrechen an Kindern international gesucht

Seit kurz vor Beginn des Krieges in der Ukraine hat Russland Tausende ukrainische Kinder zu sich ins Land geholt. „Gerettet“, sagt Moskau. „Gekidnappt“, nennt es Kiew. Das Gesicht der angeblichen „humanitären Hilfe“ ist Maria Lwowa-Belowa, nun per Haftbefehl aus Den Haag gesucht.

Wladimir Putin im Gespräch mit der russischen „Beauftragten für Kinderrechte“ Maria Lwowa-Belowa im Oktober 2021: Beide werden vom Internationalen Strafgerichtshof der Verschleppung und Umsiedlung von Kindern aus der Ukraine beschuldigt

Wladimir Putin im Gespräch mit der russischen „Beauftragten für Kinderrechte“ Maria Lwowa-Belowa im Oktober 2021: Beide werden vom Internationalen Strafgerichtshof der Verschleppung und Umsiedlung von Kindern aus der Ukraine beschuldigt Foto: imago images/Russian Look

Lachen. Lautes, höhnisches Lachen, bei dem sich Maria Lwowa-Belowa kaum zurückhalten kann. Die 38-Jährige lehnt sich in der montäglichen Sendung „Westi“ im staatlichen russischen Sender „Rossija-1“ zurück und tut ganz gelassen. Drei Tage zuvor hatte der Internationale Strafgerichtshof in Den Haag Haftbefehl gegen Russlands Präsidenten Wladimir Putin erteilt – und auch gegen sie, seine „Beauftragte für Kinderrechte“. Das Gericht wirft ihnen vor, persönlich für die Verschleppung und Umsiedlung von Kindern aus den von Russland besetzten ukrainischen Gebieten verantwortlich zu sein. „Für den Westen ist die Rettung von Kindern nun ein Kriegsverbrechen“, mokiert sich Lwowa-Belowa in der Sendung und sagt: „Wir machen weiter, kein Haftbefehl wird uns aufhalten.“

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