Sahel-Zone

Mali-Mission der EU steht vor dem Aus

Eigentlich überwiegen die strategischen Interessen Europas an einer stabilen Sahel-Region. Doch die trotz Truppenpräsenz verschlechterte Sicherheitslage und eine Serie von Provokationen der malischen Machthaber lassen ein Ende der EU-Mission in Mali immer wahrscheinlicher werden.

Ein solcher Besuch wäre zurzeit nicht möglich: der damalige belgische Premier Charles Michel und Xavier Bettel bei einem Besuch der EUTM-Mission in Mali im November 2017

Ein solcher Besuch wäre zurzeit nicht möglich: der damalige belgische Premier Charles Michel und Xavier Bettel bei einem Besuch der EUTM-Mission in Mali im November 2017 Foto: Archiv/AP/Geert Van den Wijngaert

Wenn das Scheitern in Afghanistan mitsamt überhastetem Abzug nicht gewesen wäre, täten sich die Militärstrategen in Paris, Brüssel und Berlin leichter mit dem Schlussstrich unter das Militär-Engagement in Mali. Gleich zwei Rückzüge, ohne zuvor dauerhafte Stabilität vor Ort geschaffen zu haben, das ist in den Zeiten wachsender Aggressionen Russlands und Chinas für den Westen als Signal an die Welt schwer zu schultern. Und dann beginnt ein internes EU-Papier mit der Analyse der aktuellen Lage in der Sahelzone auch noch mit der Feststellung: „Malis Stabilität ist von strategischer Bedeutung für Europa.“

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