Belarus
Lukaschenko stellt nach Massenprotesten Veränderung in Aussicht
Die Proteste in Belarus gehen in die mittlerweile vierte Woche. Der unter Druck stehende Staatschef Lukaschenko zeigt sich offen für Veränderungen. Doch die Opposition hat Zweifel.
Bei einer neuen großen Sonntagsdemonstration in Belarus (Weißrussland) hat es erneut viele Festnahmen gegeben. Die Unterstützer der Opposition fordern nach angeblich gefälschten Wahlergebnissen den Rücktritt des belarussischen Präsidenten Lukaschenko Foto: AP/dpa
Nach den neuen Massenprotesten in Belarus (Weißrussland) hat der umstrittene Staatschef Alexander Lukaschenko Veränderungen in Aussicht gestellt. Es gebe jetzt viele Forderungen, das autoritäre System im Land zu ändern, „Veränderungen, Veränderungen“, sagte Lukaschenko am Montag. „Deshalb werden wir das erörtern.“ Konkret gehe es um eine Änderung der Verfassung, die von der Gesellschaft getragen werden solle. Staatsmedien in Minsk verbreiteten Eilmeldungen mit der Überschrift: „Lukaschenko für Reformen“. Zehntausende Menschen hatten am Sonntag in Minsk bei Massenprotesten den Rücktritt des 66-Jährigen gefordert.