Prozesse

Lukaschenko-Gegnerin Kolesnikowa muss für elf Jahre ins Straflager

Die frühere Stuttgarter Kulturmanagerin Maria Kolesnikowa muss nach ihrem Widerstand gegen Machthaber Alexander Lukaschenko in Belarus für viele Jahre in Haft. Mit dem Urteil zeigt sich der Apparat in Minsk einmal mehr unbeeindruckt von Sanktionen der EU und der USA.

Maria Kolesnikowa ist fast ein Jahr nach ihrer Festnahme im Zuge der Proteste gegen Machthaber Alexander Lukaschenko zu elf Jahren Haft verurteilt worden. Das teilte das Gericht laut belarussischen Staatsmedien am Montag in Minsk mit.

Maria Kolesnikowa ist fast ein Jahr nach ihrer Festnahme im Zuge der Proteste gegen Machthaber Alexander Lukaschenko zu elf Jahren Haft verurteilt worden. Das teilte das Gericht laut belarussischen Staatsmedien am Montag in Minsk mit. Foto: Ramil Nasibulin/BelTA/AP/dpa

Bei den Protesten gegen Machthaber Alexander Lukaschenko in Belarus war Maria Kolesnikowa ein Symbol der Freiheit – nun muss die 39-Jährige dafür elf Jahre in ein Straflager. Ein Gericht in der Hauptstadt Minsk verurteilte die frühere Stuttgarter Kulturmanagerin am Montag in einem umstrittenen Verfahren wegen angeblicher versuchter illegaler Machtergreifung. Der mit ihr angeklagte Anwalt Maxim Snak erhielt zehn Jahre Haft. Nach dem Urteil gab es massive internationale Kritik – auch aus Deutschland.

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