Staatsbesuch
London und Paris vereinbaren neues Asylabkommen sowie enge Kultur- und Militärzusammenarbeit
In einer Änderung der Nukleardoktrin seines Landes hat Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron am Donnerstag zum Abschluss seines Staatsbesuchs in Großbritannien eine Koordinierung der Atomwaffen beider Staaten in Aussicht gestellt.
Die „Entente cordiale“ ist wieder „cordiale“: Der britische Premierminister Keir Starmer (l.) und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron wollen ihre Nukleardoktrin aufeinander abstimmen Foto: Ludovic Marin/Pool/AFP
Mit ihrem dementsprechend aktualisierten bilateralen Militärabkommen reagieren die beiden permanenten Mitglieder des UN-Sicherheitsrates damit auf US-Gedankenspiele, in denen die kollektive Verteidigung Europas im Rahmen der NATO infrage gestellt wurden. Die geplante Koordinierung solle ein Signal sowohl an die Verbündeten als auch an etwaige Kontrahenten senden, hieß es aus Delegationskreisen, denn: „Es ist keine extreme Bedrohung Europas denkbar, auf die nicht beide Nationen reagieren würden.“