Italien

Lega-Politiker will Mussolini-Park

Claudio Durigon, Staatssekretär im italienischen Wirtschaftsministerium, will einen Park seiner Heimatstadt Latina nach Arnaldo Mussolini (rück)benennen lassen. Der Lega-Politiker will damit der Geschichte der Stadt treu bleiben. Der Mehr-Parteien-Regierung Mario Draghis droht eine Krise: die Koalitionspartner M5S und Pd fordern die Abberufung des Staatssekretärs. Lega-Chef Matteo Salvini stellt sich hinter seinen Parteikollegen.

Italiens Premierminister Mario Draghi muss nicht nur politisch seine Viel-Parteien-Koalition zusammenhalten, nun muss er sich auch noch mit der postfaschistischen Erinnerungskultur eines Lega-Staatssekretärs herumschlagen

Italiens Premierminister Mario Draghi muss nicht nur politisch seine Viel-Parteien-Koalition zusammenhalten, nun muss er sich auch noch mit der postfaschistischen Erinnerungskultur eines Lega-Staatssekretärs herumschlagen Foto: AFP/Pool/Roberto Monaldo

Italienische Medien sprechen inzwischen von einem „Fall Durigon“. Der Lega-Staatssekretär hatte auf einer Parteiveranstaltung in Latina in Anwesenheit des Parteichefs gefordert, den erst 2017 nach den Antimafia-Richtern Giovanni Falcone und Paolo Borsellino benannten Bürgerpark umzubenennen. Es gehöre zur Geschichte der Stadt, so Durigon, dem Park wieder den ursprünglichen Namen „Arnaldo Mussolini“ zu geben. Der jüngere Bruder des in Italien immer noch „Duce“ genannten Diktators Benito Mussolini hatte als Journalist und Propagandist stets die Politik des Faschismus vertreten.

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