Konflikt

Laser-Angriff auf deutsches Flugzeug: Chinas Botschafter einbestellt

Im Roten Meer beteiligt sich die deutsche Bundeswehr an einer EU-Militärmission zum Schutz von Handelsschiffen. In diesem Zusammenhang gab es laut Auswärtigem Amt einen chinesischen Laser-Einsatz.

Die Fregatte „Hessen“ liegt im Hafen des Marinestützpunktes Wilhelmshaven. Vom Februar bis April 2024 war sie im Rahmen von EUNAVFOR (European Naval Force) Aspides im Roten Meer im Einsatz

Die Fregatte „Hessen“ liegt im Hafen des Marinestützpunktes Wilhelmshaven. Vom Februar bis April 2024 war sie im Rahmen von EUNAVFOR (European Naval Force) Aspides im Roten Meer im Einsatz Foto: Sina Schuldt/dpa-Archiv

Deutschlands Außenministerium hat nach einem Vorfall mit einem deutschen Flugzeug im Rahmen der EU-Militärmission „Aspides“ im Roten Meer den chinesischen Botschafter einbestellt.

Das chinesische Militär habe mit einem Lasereinsatz das Flugzeug in der Operation ins Visier genommen, teilte das Auswärtige Amt auf der Plattform X zur Begründung mit. Die Gefährdung von deutschem Personal und die Störung des Einsatzes seien vollkommen inakzeptabel.

Vor diesem Hintergrund habe man den chinesischen Botschafter Deng Hongbo heute einbestellt, hieß es weiter. Die förmliche Einbestellung eines Botschafters gilt als scharfes diplomatisches Mittel, mit dem die Regierung des Gastlandes eine deutliche Verstimmung signalisiert. Details des Vorfalles wurden zunächst nicht mitgeteilt.

Mit der EU-Militäraktion „Aspides“, an der sich die Bundeswehr beteiligt, sollen im Roten Meer Handelsschiffe vor der aus dem Jemen agierenden Huthi-Miliz geschützt werden.

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