Verdachtsfälle

Krebs-Skandal erschüttert Spanien

In der südspanischen Region Andalusien erschüttert ein Skandal das Vertrauen in die öffentliche Gesundheitsversorgung. Die andalusische Regionalregierung hat eingeräumt, dass mindestens 2.000 Frauen nach auffälligen oder unklaren Mammografie-Befunden nicht informiert wurden. Patientinnen-Organisationen und Anwälte gehen jedoch davon aus, dass die tatsächliche Zahl um ein Vielfaches höher liegen könnte.

Die Präsidentin der Brustkrebsvereinigung Amama, Angela Claverol (M.), während eines Protests gegen Versäumnisse bei der Brustkrebsfrüherkennung

Die Präsidentin der Brustkrebsvereinigung Amama, Angela Claverol (M.), während eines Protests gegen Versäumnisse bei der Brustkrebsfrüherkennung Foto: AFP

Die Vereinigung Amama, in der sich von Brustkrebs betroffene Frauen organisieren, spricht von „einer Katastrophe“ und bereitet eine Sammelklage gegen die andalusischen Gesundheitsbehörden vor. „Jemand hat mit dem Leben dieser Frauen gespielt. Das darf niemals passieren“, sagte Amama-Präsidentin Angela Claverol bei einer Pressekonferenz.

Jetzt kostenlos testen: Ihr persönlicher 24-Stunden-Zugang

  • Zugang zu allen Online-Artikeln
  • E-Paper auf tageblatt.lu und in der App

Sie haben bereits ein Konto ? Melden Sie sich hier an.

Das könnte Sie auch interessieren

Gegenwind für Trump

US-Repräsentantenhaus stimmt gegen Iran-Krieg