Balkan

Kosovo und Serbien nach Zwangseinigung im Zwist um fehlende Unterschrift

Nach ihrer Zwangseinigung am Ohridsee streiten sich die unwilligen Nachbarn Kosovo und Serbien erneut – dieses Mal über die fehlenden Unterschriften. Belgrad erklärt die auf EU-Druck erzielte Vereinbarung wegen der verweigerten Abzeichnung für rechtlich nicht bindend.

Serbiens Präsident Aleksandar Vucic will den EU-Plan über eine Annäherung an Kosovo nicht unterzeichnen

Serbiens Präsident Aleksandar Vucic will den EU-Plan über eine Annäherung an Kosovo nicht unterzeichnen Foto: AFP/Armend Nimani

Streitbare Nachbarn lassen sich beim Dauerzank selbst von einer erzielten Vereinbarung nicht stören. Am mazedonischen Ohridsee hatten sich Kosovos Premier Albin Kurti und Serbiens Präsident Aleksandar Vucic am Wochenende auf starken Druck des Westens auf einen Fahrplan zur Umsetzung des EU-Plans zur Normalisierung der labilen Nachbarschaftsehe der einstigen Kriegsgegner verständigt. Doch kaum nach Hause zurückgekehrt, liegen sich die notorischen Balkan-Streithähne erneut in den Haaren. Der Grund: Wegen der Weigerung von Vucic wurde ihre Zwangseinigung nicht abgezeichnet.

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