Vierzig vergeblichen Versuche

Kosovo schafft es nicht, ein neues Parlament zu konstituieren – und das wird teuer

Ein kleines Land blockiert sich selbst. Das Unvermögen von Kosovos kompromissunfähigen Volksvertretern, endlich das im Februar neu gewählte Parlament zu konstituieren, wird für den angeschlagenen Staatenneuling zu einem stets kostspieligeren Ärgernis.

Kosovos Premierminister Albin Kurti (l.) hier am Freitag in der Gedenkstätte Srebrenica in Potocari, beharrt auf der Nominierung der bisherigen Justizministerin für den Posten der Parlamentsvorsitzenden

Kosovos Premierminister Albin Kurti (l.) hier am Freitag in der Gedenkstätte Srebrenica in Potocari, beharrt auf der Nominierung der bisherigen Justizministerin für den Posten der Parlamentsvorsitzenden Foto: Armin Durgut/AP/dpa

Die graufelligen Demonstranten wurden beim versuchten Parlamentssturm von gutmütigen Gesetzeshütern gestoppt. Nach vierzig vergeblichen Versuchen, Kosovos Parlament zu konstituieren, hatte sich der Anwalt Arianit Koci mit vier Eseln im Schlepptau aus Protest gegen die unfähigen Volksvertreter des Landes zu Monatsbeginn nach Pristina aufgemacht.

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