Albanien zwischen Dauerregen und Traufe
Korruptionsskandale überschatten Parlamentswahl – Premier Rama hofft auf 4. Amtszeit
Albaniens Premier Edi Rama (PS) hofft bei der Parlamentswahl am Sonntag auf ein viertes Mandat. Zwar geht der Dauerregent mit dem Wahlversprechen eines raschen EU-Beitritts als haushoher Favorit in das Duell gegen seinen Vorgänger Sali Berisha. Doch Korruptionsskandale machen beiden Erzrivalen zu schaffen.
Albaniens Ministerpräsident Edi Rama spricht während seiner Hauptwahlkampfkundgebung. Seine regierende Sozialistische Partei (PS) strebt eine vierte Amtszeit an Foto: Vlasov Sulaj/AP/dpa
Ein 80-jähriges Politfossil gelobt vor Albaniens Parlamentswahl am Sonntag seinen Landsleuten den Neuaufbruch. Am 11. Mai werde Albanien „vom größten Übel seiner Geschichte und der Diktatur des Verbrechens befreit“, verkündet Ex-Premier Sali Berisha, der Spitzenkandidat der oppositionellen Demokraten (PD): „Edi Rama, das Monster, das ein Land ohne Opposition wollte, ist erledigt.“