Naher Osten

Kinderärztin berichtet: Junge Geiseln nach Freilassung wie „Schatten von Kindern“

Israelische Kinder und Jugendliche haben laut einer Kinderärztin direkt nach ihrer Freilassung aus der Hamas-Geiselhaft nur noch wie „Schatten von Kindern“ gewirkt. Efrat Bron-Harlev, Leiterin des Schneider-Kinderkrankenhauses bei Tel Aviv, sagte am Montag, die jungen Freigelassenen seien anfangs sehr eingeschüchtert gewesen. In der ersten Zeit im Krankenhaus hätten viele von ihnen kaum gesprochen oder nur geflüstert. „Ein Junge hat gefragt, ob er aus dem Fenster schauen darf.“

Dieses von der israelischen Regierung via AP zur Verfügung gestellte Bild zeigt Maya S. (M) am 30.11. mit ihrer Mutter und ihrem Bruder, kurz nach der Ankunft auf dem Luftwaffenstützpunkt Hatzerim. Das Mädchen wurde von der Hamas als Geisel gehalten.

Dieses von der israelischen Regierung via AP zur Verfügung gestellte Bild zeigt Maya S. (M) am 30.11. mit ihrer Mutter und ihrem Bruder, kurz nach der Ankunft auf dem Luftwaffenstützpunkt Hatzerim. Das Mädchen wurde von der Hamas als Geisel gehalten. Uncredited/GOP/AP/dpa

Viele hätten während der Geiselhaft wochenlang nicht duschen können. „Wenn sie Glück hatten, konnten sie sich mit kaltem Wasser aus einem Eimer waschen.“ Ärzte berichten von Misshandlungen durch die Geiselnehmer, viele Kinder und Jugendliche seien stark unterernährt gewesen. Teilweise seien sie unter Drogen gesetzt worden.

Jetzt kostenlos testen: Ihr persönlicher 24-Stunden-Zugang

  • Zugang zu allen Online-Artikeln
  • E-Paper auf tageblatt.lu und in der App

Sie haben bereits ein Konto ? Melden Sie sich hier an.

Das könnte Sie auch interessieren
clear