Deutschland
Kanzler oder Finanzminister – um den Grünen-Chef Robert Habeck ranken sich neue Spekulationen
„Ja, diese Prüfung würde ich für mich bestehen.“ Mit diesem Satz hinsichtlich einer möglichen Kanzlerschaft befeuerte Robert Habeck unlängst die Spekulationen über seine Ambitionen. Nun wabert ein neues Gerücht durch den Berliner Politbetrieb – träumt Habeck inzwischen nicht mehr vom Kanzleramt, sondern vom Finanzministerium? Die politische Konkurrenz nimmt den Grünen-Chef bereits ins Visier.
Grünen-Chef Robert Habeck spricht Ende Oktober mit Demonstranten vor der Bundesgeschäftsstelle seiner Partei. Allerdings nicht über Rechtschreibung und Grammatik. Die Umweltschützer protestieren gegen den Bau der Autobahn A49 in Hessen. Foto: Annette Riedl/dpa
Für die Partei läuft es nach wie vor gut in den Umfragen. Sie rangiert unverändert mit rund 20 Prozent auf Platz zwei hinter der Union und hat eine Regierungsbeteiligung nach der Bundestagswahl im kommenden Jahr fest im Blick. Für Habeck aber ist es in der Wählergunst zuletzt stetig bergab gegangen – vor einigen Monaten war er noch der angesehenste Politiker des Landes, ein Sunnyboy, nachdenklich, bürgerlich, zuversichtlich, nicht mehr so verkniffen. Der geborene Kanzlerkandidat. Mittlerweile belegt der 51-Jährige im „ARD-Deutschlandtrend“ nur noch den siebten Platz. Selbst Innenminister Horst Seehofer (CSU) hat ihn auf der Beliebtheitsskala überholt.