Australien

Kanadas Premier Mark Carney wirbt in Canberra für neue Allianzen

Kanadas Premier nutzt seinen Besuch in Canberra für eine fundamentale Neuordnung der Außenpolitik. Seine Botschaft: In einer Welt zerfallender Regeln müssen Staaten wie Kanada und Australien ihre eigene Macht erkennen – oder sie werden zur Beute der Großen.

Australiens Premierminister Anthony Albanese empfängt kanadischen Amtskollegen Mark Carney in Canberra bei offizieller Begegnung

Australiens Premierminister Anthony Albanese empfing seinen kanadischen Amtskollegen Mark Carney (l.) in Canberra Foto: David Gray/AFP

Es war ein Moment von historischer Symbolik, als Mark Carney in dieser Woche das Rednerpult im australischen Bundesparlament in Canberra betrat. Seit fast zwei Jahrzehnten hatte kein kanadischer Regierungschef mehr vor den Abgeordneten des pazifischen Partners gesprochen. Doch Carney kam nicht für Höflichkeitsfloskeln. Er nutzte die Bühne für eine strategische Neudefinition dessen, was es heute bedeutet, eine „Mittelmacht“ zu sein. Sein Kernsatz: „In der alten Welt war die Versuchung groß, uns als Konkurrenten zu sehen. In dieser neuen Welt sollten wir strategische Partner sein.“ Strategische Cousins statt Rivalen – so lautete seine Formel.

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