Kanaren

„Kalte Dusche“: Veranstalter sagen nach Reisewarnung Urlaubsfahrten ab

Nach der deutschen Reisewarnung herrschen auf den Kanarischen Inseln Bestürzung und Katerstimmung. Diese Nachricht aus Berlin, die am Mittwochabend bekannt wurde, sei eine „kalte Dusche“ für die spanischen Urlaubsinseln, bedauerte die regionale Hotelvereinigung. Die Inselzeitung Canarias7 bezeichnete das Veto als „neuen Keulenschlag“ für den bereits schwer angeschlagenen spanischen Tourismussektor. Zudem, weil gefürchtet wird, dass weitere europäische Länder nun ebenfalls eine Warnung aussprechen.

Ein Mann mit Mundschutz geht in Santa Cruz am Strand, als die Bundesregierung die Kanaren wegen steigender Infektionszahlen als Risikogebiet einstuft

Ein Mann mit Mundschutz geht in Santa Cruz am Strand, als die Bundesregierung die Kanaren wegen steigender Infektionszahlen als Risikogebiet einstuft Foto: Andres Gutierrez/dpa

Deutschland ist nach Großbritannien der zweitwichtigste Reisemarkt für die Kanarischen Inseln. Im Juli hatte bereits London eine Reisewarnung mitsamt Quarantänepflicht für Rückkehrer beschlossen. Nun folgte Berlin. Die Verschärfung der deutschen Reisehinweise hat Konsequenzen für Tausende von Deutschen, die sich derzeit auf der Inselgruppe aufhalten. Für sie gilt nun bei Heimreise ebenfalls eine Test- beziehungsweise Quarantäneverpflichtung. Die Kanaren waren zuletzt noch die einzige spanische Urlaubshochburg, für die noch keine deutsche Reisewarnung galt.

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