Slowakei
Journalistenmord löst Protestwelle gegen Korruption aus
Tausende Slowaken wollen an diesem Freitag wieder gegen Korruption demonstrieren. Der Mord am Journalisten Kuciak und seiner Verlobten legte den Filz zwischen Wirtschaft und Politik offen. Die Slowakei kommt vor der Parlamentswahl in der kommenden Woche nicht zur Ruhe.
Der Angeklagte Martin Kocner (r) trifft zu der Gerichtsverhandlung im Fall Kuciak am Gericht ein. Der Investigativ-Journalist Kuciak und seine Verlobte Kusnirova waren am 21. Februar 2018 erschossen worden. Foto: Jakub Kotian/TASR/dpa
„Ich habe an die Tür geklopft, Herr Kuciak hat mir aufgemacht, und ich habe ihm sofort in die Brust geschossen.“ Mit diesen nüchternen Worten gestand Miroslav M. im Januar 2020 vor einem Spezialgericht in Pezinok bei Bratislava den inzwischen zwei Jahre zurückliegenden Mord am slowakischen Investigativ-Journalisten Jan Kuciak. Er sei dann der in die Küche geflüchteten Verlobten Martina Kusnirova nachgelaufen und habe die Zeugin mit einem gezielten Schuss in den Kopf getötet, fügte er hinzu.