„Olympia ist immer politisch“

Jean Asselborn über China und die Frage, welche Rolle der Sport in der Diplomatie einnimmt

Am Freitag werden die Olympischen Winterspiele in Peking eröffnet. Diese stehen aufgrund der Menschenrechtslage in China stark in der Kritik. Der Luxemburger Außenminister Jean Asselborn erklärt, wieso er einen Boykott für falsch hält und wieso der Sport doch politischer ist, als es manche wahrhaben wollen.

Die Winterspiele in China stehen bereits vor der Eröffnung in der Kritik

Die Winterspiele in China stehen bereits vor der Eröffnung in der Kritik Foto: AFP/Fabrice Coffrini

Als die EU-Außenminister vergangene Woche über die angespannte Lage zwischen Russland und Ukraine beraten haben, sprach Luxemburgs Außenminister Jean Asselborn den Olympischen Frieden an. Bereits in der Antike wurde drei Monate vor den Olympischen Spielen eine Waffenruhe ausgerufen, um den Athleten eine sichere Anreise zu den Spielen zu gewährleisten. Eine Tradition, die heute von den Vereinten Nationen fortgeführt wird. Es ist ein symbolischer Akt und der Olympische Frieden wurde bereits mehr als einmal gebrochen. „Auch wenn es bloß ein Symbol ist, kann man mit der Einhaltung der Waffenruhe ein Zeichen setzen“, so Asselborn, der sich nicht nur im Ukraine-Konflikt für diplomatische Lösungen starkmacht.

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