Rumänien
Intrigen, Parteikämpfe und Skandale überschatten Wiederholung der Präsidentschaftswahl
Nach der annullierten Präsidentschaftswahl vom November sollen die Rumänen am 4. Mai erneut zu den Urnen schreiten. Nicht nur völlig diskreditierte Umfrage-Institute erschweren die Prognosen. Ob Intrigen, Parteikämpfe oder Skandale: Alle aussichtsreichen Kandidaten haben mit Gegenwind zu kämpfen.
Der Bürgermeister von Bukarest und Präsidentschaftskandidat Nicusor Dan klebt ein Wahlplakat neben jene der Mitbewerber George Simion und Crin Antonescu Foto: AFP/Daniel Mihailescu
Die monatelange Hängepartie um Rumäniens künftiges Staatsoberhaupt schleppt sich auf die Zielgerade. Als „bittere Satire“ und „Karikatur demokratischer Entscheidungsprozesse“ bezeichnet „adz.ro“, das Webportal der deutschsprachigen Minderheit im Karpatenstaat, die für den 4. Mai angesetzte Wiederholung der annullierten Präsidentschaftswahl vom November: Der Stimmenstreit werde weniger von „echten Zukunftsperspektiven als von Inkompetenz, Opportunismus und Chaos geprägt“.