Bosnien
Interpol lehnt Ausstellung eines internationalen Haftbefehls gegen Serbenführer Dodik ab
Nach der Ablehnung der Ausstellung eines internationalen Haftbefehls durch Interpol verspürt der bosnische Serbenführer Milorad Dodik wieder Oberwasser. Doch obwohl der Justizflüchtling mit Auslandsreisen Bosniens zahnlose Justiz erneut vorgeführt hat, scheint er sich bei seinem sezessionistischen Amoklauf zunehmend zu verrennen.
Der bosnische Serbenführer Milorad Dodik (r.) wurde diese Woche im Kreml empfangen Foto: Mikhail Tereshchenko/Pool/AFP
Seiner Genugtuung ließ Bosniens prominentester Justizflüchtling nach seiner Heimkehr nach Banja Luka genüsslich freien Lauf. Er habe sich in seine Dienstlimousine gesetzt und sei „wie immer“ ungehindert von Serbien nach Bosnien und Herzegowina eingereist, berichtete der von der heimischen Justiz per Haftbefehl gesuchte Serbenführer Milorad Dodik am Mittwochabend: „Mich hat schon bisher nie jemand an der Grenze angehalten. Was ist das für ein Staat, an dessen Polizeibehörden niemand glaubt?“