Abrüstung
Internationaler Vertrag zum Verbot von Nuklearwaffen tritt im Januar 2021 in Kraft
Ein multilateraler Vertrag zum Verbot von Atomwaffen wird im kommenden Jahr in Kraft treten. Das Abkommen wurde inzwischen von 50 Staaten ratifiziert, womit das Quorum für seine Gültigkeit erreicht ist, wie ein UN-Sprecher in der Nacht zum Sonntag mitteilte. Honduras ratifizierte demnach als 50. Land den Vertrag. Das Abkommen wird allerdings von den Atommächten und anderen Staaten boykottiert.
Waffenschau in Teheran im vergangenen Jahr: Die Abschreckungswirkung der Atomwaffen macht sie auch für radikale Staatsführer interessant Foto: ATP/Atta Kenare
Der Vertrag war im Juli 2017 von der UN-Vollversammlung mit den Stimmen von 122 Staaten verabschiedet worden. 84 Länder sind ihm seither beigetreten, nicht alle diese Staaten haben aber bereits den Ratifizierungsprozess abgeschlossen. Der Vertrag verbietet den Einsatz, die Entwicklung, Produktion und Lagerung von Atomwaffen sowie die Drohung mit deren Einsatz.