Analyse
In der russischen Außenpolitik ist ein gewisser Wandel festzustellen
Spätestens seit der Ukraine-Krise galt Russlands Nachbarschaft als eine Region, in der der Kreml notfalls auch mit Waffengewalt seine Interessen vertritt. Doch nun gibt es Anzeichen für einen allmählichen Strategiewandel.
Russische Soldaten im syrischen Aleppo: Irgendwann stellt sich bei den Einsätzen im Ausland die Kosten-Frage Foto: AP/Russian defense Ministry
Die Sowjetunion ist seit knapp drei Jahrzehnten Geschichte. Doch noch immer beansprucht Russland in seiner Nachbarschaft eine Vormachtstellung. Spätestens seit der Ukraine-Krise schien klar: In der oft als „nahes Ausland“ bezeichneten Region setzt Moskau seine Interessen rigide durch, notfalls auch mit Waffengewalt.