Pressefreiheit
In der Viruskrise geraten unabhängige Medien in Ost- und Südosteuropa zunehmend unter Druck
Behinderungen, Bedrohungen und Verhaftungen: Journalisten unabhängiger Medien geraten in der Viruskrise im Osten des Kontinents zunehmend unter Druck. Autoritär gestrickte Landesfürsten nutzen den Ausnahmezustand zur Disziplinierung lästiger Medien.
Sloweniens Regierungschefs Janez Jansa droht schon mal Journalisten, wenn diese kritische Beiträge produzieren Foto: EPA/Igor Kupljenik/dpa
Serbiens gestrenge Landesmutter übt sich wieder einmal in Medienschelte. Mit ihrem „Hass“ gegen Präsident Aleksandar Vucic würden die „sogenannten unabhängigen“ Medien den Staat „zerstören“, ereiferte sich die nationalpopulistische Regierungschefin Ana Brnabic vergangene Woche im regierungsnahen TV-Sender „Happy“: „Wollt ihr, dass die Epidemie länger dauert? Mit eurem Hass auf Vucic hasst ihr alle Bürger, das ganze System.“