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In Russlands armen Regionen reicht das Geld nicht mehr
Die Lebensmittelpreise sind in den letzten Monaten stark angestiegen. Das trifft vor allem einkommensschwache Bewohner in den Regionen hart.
Präsident Putin nutzt die Republik Tuwa gerne für einen Abenteuerurlaub wie auf diesem Bild aus dem Jahr 2013 – doch inzwischen können sich die Menschen in diesem Teil Sibiriens wegen Preisteuerungen oftmals das Essen nicht mehr leisten Foto: Kremlin.ru/Presidential Press and Information Office
Der Markenname Doschirak steht für das Essen der russischen Mittellosen: superbillige Instantnudeln mit Fleischaroma, die mit heißem Wasser übergossen werden. „Hier gibt es Familien, die sich nur noch von Doschirak ernähren“, sagt Ajan Churuma. Churuma, 26, betreibt ein Geschäft im Dorf Chowu-Aksy in der Republik Tuwa. Die südsibirische Teilrepublik liegt fast 4.000 Kilometer östlich von Moskau. Aus Tuwa stammt der russische Verteidigungsminister Sergej Schoigu. Tuwa ist berühmt für seine Steppenlandschaft, den tuwinischen Kehlkopfgesang und dafür, dass es eine der ärmsten Regionen Russlands ist.