Hintergrund
In Großbritannien tobt ein Streit um den Verkauf wichtiger Rüstungsunternehmen
Wie viel freien Markt kann sich Großbritannien leisten? Der Streit um den Verkauf wichtiger Rüstungsunternehmen bringt die Brexit-Regierung in Bedrängnis.
Probleme mit dem freien Markt: der britische Premier Boris Johnson und sein Wirtschaftsminister Kwasi Kwarteng Foto: dpa/Jane Barlow
Der chaotische Abzug aus Afghanistan hat der britischen Öffentlichkeit brutal die militärische Abhängigkeit ihres Landes von Amerika vor Augen geführt. Umso dringlicher werden die Forderungen von Außen- und Verteidigungsexperten sowie Börsianern, die konservative Regierung von Premierminister Boris Johnson müsse strategisch wichtige Rüstungsunternehmen im Land halten. Wirtschaftsminister Kwasi Kwarteng hat jetzt die Übernahme eines bedeutenden Zulieferers der Royal Navy durch eine US-Firma vorläufig blockiert und die Kartellbehörde mit der Prüfung des Deals beauftragt: „Ausländische Investitionen dürfen nicht unsere nationale Sicherheit bedrohen.“