Russische Spionage in Italien

In Geldnot gibt Fregatten-Kapitän Geheimnisse für 5.000 Euro weiter

Die italienische Polizei hat einen Fregatten-Kapitän festgenommen. Ihm werden „schwere Verbrechen im Zusammenhang mit Spionage und der Staatssicherheit“ vorgeworfen. Der Mann handelte offenbar aus Geldnot.

Italien ist eines der Länder innerhalb der EU, das noch relativ gute Beziehungen zu Russland unterhält – die werden nun auf die Probe gestellt

Italien ist eines der Länder innerhalb der EU, das noch relativ gute Beziehungen zu Russland unterhält – die werden nun auf die Probe gestellt Foto: AFP/Andreas Solaro

Die Operation war sorgfältig vorbereitet und in aller Stille über die Bühne gegangen. Als der 56-jährige Fregattenkapitän Walter Biot brisante NATO-Dokumente und Interna aus dem italienischen Verteidigungsministerium an einen russischen Militärangehörigen, der in der römischen Botschaft seines Landes tätig ist, übergeben wollte, schlugen Spezialkräfte der Carabinieri-Einheit ROS zu: Auf frischer Tat stellten sie die beiden Männer sowie die Dokumente und einen Geldumschlag sicher. Die Szene mutete wie in einem klassischen Spionagefilm an, die Aktion war binnen Minuten zu Ende.

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