Serbien

In Belgrad kommen Impfwillige erstaunlich schnell ans Ziel

In Westeuropa scheint das unendliche Warten auf die Corona-Impfungen kein Ende zu nehmen. Beim EU-Anwärter Serbien gelangte unser Korrespondent Thomas Roser im Selbstversuch erstaunlich schnell ans Impfziel – mithilfe von chinesischem Impfstoff und dank der großen Impfskepsis im Gastland.

Vor dem Wochenende wurden in Belgrad erst einmal serbische Militärangehörige mit Sinopharm geimpft

Vor dem Wochenende wurden in Belgrad erst einmal serbische Militärangehörige mit Sinopharm geimpft Foto: AFP/Andrej Isakovic

Ins Impfzentrum können meinen Automechaniker Djole im serbischen Belgrad weder zehn Pferde noch Pferdestärken locken. Nein, impfen lassen werde er sich auf keinen Fall, offenbarte er mir, als ich vergangene Woche mein ausgebeultes Vehikel bei ihm abholte. „Ich glaube an die Verschwörungstheorien. Corona ist eine von den Großmächten fabrizierte Epidemie“, verkündete er mit düsterer Miene. „Die wollen die Weltbevölkerung um eine Milliarde Menschen reduzieren“, antwortete er auf meinen Einwand, dass die großen Industriestaaten doch am meisten unter Corona zu leiden hätten.

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