EU-Finanzminister

Im Streit um Steueroasen erhält die Türkei eine neue Frist

In der Europäischen Union ist Streit über den Umgang mit Steueroasen entbrannt. Die 27 EU-Finanzminister konnten sich am Dienstag in Brüssel nicht auf eine neue „schwarze Liste“ von nichtkooperativen Staaten einigen. Die Entscheidung wurde vertagt. Davon profitiert vor allem die Türkei, die erneut mehr Zeit für Nachbesserungen bekommt. Auch Luxemburg kann aufatmen.

Istanbul im Morgengrauen: Die Türkei kommt noch nicht auf die EU-Liste der nichtkooperativen Staaten

Istanbul im Morgengrauen: Die Türkei kommt noch nicht auf die EU-Liste der nichtkooperativen Staaten Foto: AFP/Yasin Akgul

Die EU-Liste der Steuerparadiese war nach dem „LuxLeaks“-Skandal in Luxemburg aufgelegt worden. Sie wird normalerweise zweimal im Jahr aktualisiert – im Februar und im Oktober. Derzeit umfasst sie zwölf Staaten, darunter Panama, Barbados, Fidschi und die Seychellen. Nun sollte die Türkei hinzukommen, da sie im Dezember eine EU-Frist zum besseren Austausch von Steuerdaten ignoriert hatte.

Jetzt kostenlos testen: Ihr persönlicher 24-Stunden-Zugang

  • Zugang zu allen Online-Artikeln
  • E-Paper auf tageblatt.lu und in der App

Sie haben bereits ein Konto ? Melden Sie sich hier an.

Das könnte Sie auch interessieren