Balkan

Illegal errichtete Wohnkomplexe erhöhen das Risiko bei Erdbeben

Die Erdbebenkatastrophe in der Türkei löst auf dem Balkan nicht nur Mitgefühl, sondern auch Sorgen aus. Denn ähnlich wie in der Türkei sind viele Wohnkomplexe in den letzten Jahren von regierungsnahen Baulöwen keineswegs immer nach Vorschrift aus dem Boden gestampft worden.

Antakya im Süden der Türkei: Auch Pfusch am Bau führte dazu, dass einige Häuser schneller einstürzten als andere

Antakya im Süden der Türkei: Auch Pfusch am Bau führte dazu, dass einige Häuser schneller einstürzten als andere Foto: Sameer Al-Doumy/AFP

Die überstürzte Flucht nach Montenegro misslang. Schon am Flughafen von Istanbul nahm die türkische Polizei am 10. Februar Mehmet Yasar Coskun fest, den Eigentümer des 2013 errichteten Luxuskomplexes „Renaissance Residence“ in Antakya. Als besonders erdbebensicher waren die 249 Nobelappartements des Wohnturms den Käufern angepriesen worden. Doch bei dem Erdbeben am 6. Februar stürzte der zwölfstöckige Komplex wie ein Kartenhaus in sich zusammen: Das angeblich sicherste Gebäude der Stadt wurde für seine rund 1.000 Bewohner zum Massengrab.

Jetzt kostenlos testen: Ihr persönlicher 24-Stunden-Zugang

  • Zugang zu allen Online-Artikeln
  • E-Paper auf tageblatt.lu und in der App

Sie haben bereits ein Konto ? Melden Sie sich hier an.

Das könnte Sie auch interessieren