„Europas Guantánamo“

Hunderte junger Muslime aus Westeuropa sitzen in Lagern in Syrien fest

Wie gehen westliche Demokratien mit muslimischen Bürgern um, die als Teenager islamistischer Hetzpropaganda zum Opfer fallen? Die britische Öffentlichkeit diskutiert diese immer wieder aktuelle Frage anhand einer Verhandlung vor dem Londoner Supreme Court.

Ein kurdischer Kämpfer bewacht im Al-Hol-Lager inhaftierte Frauen von IS-Kämpfern – unter ihnen sind Hunderte Europäerinnen und ihre Kinder 

Ein kurdischer Kämpfer bewacht im Al-Hol-Lager inhaftierte Frauen von IS-Kämpfern – unter ihnen sind Hunderte Europäerinnen und ihre Kinder  Foto: AFP/Delil Souleiman

Am höchsten Gericht Großbritanniens, dem Supreme Court in London, fordert Shamima Begum gerade ihre Staatsbürgerschaft zurück. Die konservative Regierung hatte sie der jungen Frau aberkannt, weil sie vor fünf Jahren als „Dschihad-Braut“ nach Syrien gereist war. Dort steckt Begum nun wie Hunderte von jungen Westeuropäern in überfüllten, rechtlosen Lagern fest. Die britische Menschenrechtsorganisation RSI spricht deshalb von „Europas Guantánamo“.

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