Pandemie
Herdenimmunität ist noch lange nicht in Sicht
Mehr als ein Jahr nach dem Ausbruch der Corona-Pandemie kann von Herdenimmunität noch keine Rede sein. Die Weltgesundheitsorganisation warnt davor, dem Virus freien Lauf zu lassen.
In Luxemburg werden die ersten Menschen gegen Sars-CoV-2 geimpft Foto: Editpress/Alain Rischard
Bereits kurz nach dem Ausbruch der Sars-CoV-2-Pandemie wurden Stimmen laut, die Herdenimmunität als Ausweg aus der globalen Krise bewarben. Ihre Idee: Ein Großteil der Bevölkerung – vorzugsweise junge, gesunde Menschen – sollen sich mit dem Virus anstecken. Wenn erst einmal ein großer Teil der Bevölkerung auf diese Weise immun geworden ist, könne sich das Virus nicht mehr verbreiten. Wissenschaftler und Politiker in den meisten Ländern warnten eindringlich vor dieser Methode. Auch, weil sie befürchteten, dass Krankenhäuser überlastet würden, wenn zu viele Menschen gleichzeitig krank werden (Stichwort: Flattening the Curve).