EU

Hängepartie um das Weiße Haus wird zum Weckruf für Europa

Vier Jahre trieb Donald Trump die Europäer in EU und NATO vor sich her: Er drohte mit einem Handelskrieg gegen deutsche Autos, kündigte reihenweise internationale Abkommen und verlangte eine massive Steigerung der Verteidigungsausgaben.

Im Juli 2018 konnte der damalige EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker in Verhandlungen mit Donald Trump einen von diesem angezettelten Handelskrieg mit der EU eindämmen

Im Juli 2018 konnte der damalige EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker in Verhandlungen mit Donald Trump einen von diesem angezettelten Handelskrieg mit der EU eindämmen Foto: AP/Evan Vucci

Die Hoffnungen auf einen Wahlsieg von Joe Biden waren groß. Doch die Hängepartie um das Weiße Haus und die Aussicht auf eine dauerhaft gespaltene USA sind ein Weckruf. Die Forderungen nach mehr Eigenständigkeit Europas werden lauter. Frankreichs Außenminister Jean-Yves Le Drian verlangt nach der US-Wahl ein „neues transatlantisches Verhältnis“. Unabhängig vom Wahlergebnis sei eine Rückkehr „zu den guten alten Zeiten der transatlantischen Beziehungen“ aus der Ära vor Trump nicht möglich. Europa müsse mehr Eigenständigkeit beweisen.

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