Drakonische Asylpolitik

Großbritannien will Bootsflüchtlinge für illegal erklären und nach Ruanda abschieben

Das Vorhaben der britischen Regierung ist umstritten. Das britische Rote Kreuz ist „extrem beunruhigt“. Doch der konservative Premier bleibt bei seiner harten Linie.

In Dover gingen am Wochenende viele Menschen auf die Straße, die einen gegen Rassismus, die anderen gegen Migration 

In Dover gingen am Wochenende viele Menschen auf die Straße, die einen gegen Rassismus, die anderen gegen Migration  Foto: AFP/Susannah Ireland

Der britische Premierminister Rishi Sunak kündigt einen drakonischen Kurs in der Asylpolitik an. Gegenüber dem Boulevardblatt Mail on Sunday erklärte er: „Täuscht euch nicht. Wenn ihr illegal hierherkommt, werdet ihr hier nicht bleiben können.“ Sunak spricht damit die Bootsflüchtlinge an, die von Frankreich und Belgien aus über den Ärmelkanal zu gelangen versuchen. Im letzten Jahr kam die Rekordzahl von mehr als 45.000 Migranten per Boot in Großbritannien an. Sunak hat es zu einer Priorität für seine Amtszeit erklärt, „ein für alle Mal die Boote zu stoppen“. „Illegale Migration“, sagte Sunak, „ist nicht fair gegenüber den britischen Steuerzahlern.“

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