„Wir wollen nicht zurück zu Schlagbäumen“

Gewerkschaft der Bundespolizei wehrt sich gegen Kritik an Grenzkontrollen

Nachdem die neue deutsche Bundesregierung verschärfte Grenzkontrollen angekündigt hat, wird auch der Ton in Luxemburg rauer. Die Gewerkschaft der Bundespolizei Saarland verteidigt sich nun gegen die Kritik – und setzt trotzdem auf Zusammenarbeit und Unterstützung.

Beamte der Bundespolizei am deutsch-polnischen Grenzübergang Stadtbrücke in Frankfurt an der Oder

Beamte der Bundespolizei am deutsch-polnischen Grenzübergang Stadtbrücke in Frankfurt an der Oder Foto: Patrick Pleul/dpa

Deutschland verschärft die Grenzkontrollen, in Luxemburg wächst der Unmut darüber. Schengens Bürgermeister Michel Gloden wurde bei einer Gemeinderatssitzung am Dienstag mehr als deutlich: „Es reicht definitiv!“ Man wolle die deutschen Grenzkontrollen im Dreiländereck nicht länger hinnehmen. „Es ergibt einfach keinen Sinn“, so der Bürgermeister. Einige Tage zuvor hatte Innenminister Léon Gloden im Gespräch mit dem Tageblatt bereits seine Position deutlich gemacht: „Wenn jemand zum jetzigen Zeitpunkt an der Grenze abgewiesen wurde, werden wir ihn nicht aufnehmen.“ Eine harte Linie gegenüber den Ankündigungen des neuen deutschen Innenministers Alexander Dobrindt (CSU). „Wir wollen keine Kontrollen an den Binnengrenzen“, sagte der CSV-Politiker. „Schengen must be alive.“

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