Antirassismus-Aktionsplan der EU
„Geschichte der jüdischen Gemeinschaft besser verstehen – und das geht nur mit Bildung“
Seit 2020 läuft der Fünfjahresplan der EU gegen Rassismus. Bis 2022 sollten die 27 Staaten ihn durch nationale Aktionspläne unterstützen. Doch immer noch klaffen Lücken, und der Rassismus nimmt zu. Die spanische Ratspräsidentschaft startet jetzt einen neuen Versuch, die Mitglieder zu sensibilisieren.
„Tiefgreifende Folgen“: Ein zerbrochenes Schild der Politikerin und Holocaust-Überlebenden Simone Veil in einem Dorf im französischen Finistère Foto: AFP/Französische Polizei
Das Papier, das die Arbeits- und Sozialminister der EU bei ihrem Treffen am Montag in Brüssel auf dem Tisch vorfanden, zeigte eindeutigen Handlungsdruck. Vor drei Jahren begann der auf fünf Jahre angelegte Aktionsplan gegen Rassismus. Doch die jüngste Umfrage der Europäischen Grundrechte-Agentur (FRA) verzeichnet deutliche Zunahmen von Rassismus. Auch beim Antisemitismus gibt es einen besorgniserregenden Trend; dabei sind die jüngsten antisemitischen Vorfälle noch gar nicht Teil der Statistik.