Coronakrise

Gefängnisse sind Brutstätten für das Virus

Tausende Menschen sitzen weltweit in überfüllten, schlecht belüfteten Gefängniszellen. Viele von ihnen können sich weder regelmäßig die Hände waschen noch genügend Abstand zu anderen Häftlingen einhalten. Es ist der perfekte Nährboden für das Coronavirus.

Häftlinge zeigen im Gefängnis "La Modelo" ein Banner mit der Aufschrift "Mehr als 30 Tote". Mindestens 23 Häftlinge sind ums Leben gekommen und 80 wurden verletzt, als sie im Gefängnis «La Modelo» in der kolumbianischen Hauptstadt Bogotá gegen Coronavirus-Maßnahmen rebellierten. 

Häftlinge zeigen im Gefängnis "La Modelo" ein Banner mit der Aufschrift "Mehr als 30 Tote". Mindestens 23 Häftlinge sind ums Leben gekommen und 80 wurden verletzt, als sie im Gefängnis «La Modelo» in der kolumbianischen Hauptstadt Bogotá gegen Coronavirus-Maßnahmen rebellierten.  Foto: Ivan Valencia/AP/dpa

Das neue Coronavirus hat auch den Strafvollzug erreicht. In Haftanstalten weltweit geht die Angst um vor einer Infektion mit Sars-CoV-2. Enge, schlecht belüftete Zellen könnten zu Brutstätten werden. Tausende Gefangene - vor allem solche, die wegen kleiner Delikte einsitzen - wurden deshalb vorzeitig freigelassen oder verbüßen ihre Strafen jetzt im Hausarrest. In Ländern mit schlechten Haftbedingungen kam es zu Krawallen und Fluchtversuchen, teilweise mit Verletzten und Toten.

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