Nach Moria-Brand

Geblieben ist nicht mal der letzte Funke Hoffnung

Jahrelang galt Moria als Schandfleck Europas, als Beweis dafür, dass es mit Solidarität und Humanität in letzter Konsequenz doch nicht weit her ist. Kaum vorstellbar, dass die Situation sich noch hätte verschlimmern können – doch genau das ist jetzt der Fall.

Durch das Feuer obdachlos geworden, schlafen die Menschen am Straßenrand 

Durch das Feuer obdachlos geworden, schlafen die Menschen am Straßenrand  Foto: AFP/Angelos Tzortzinis

Familien mit Kindern, Junge, Alte, Kranke haben ihre Decken am Straßenrand auf dem nackten Asphalt ausgebreitet. Als Kopfkissen dienen Plastiktüten mit dem Wenigen, was die Menschen aus Moria retten konnten – oder auch einfach nur die Bordsteinkante. Direkt neben ihren Köpfen stehen Wasserflaschen – sie gehören jetzt zu den wertvollsten Besitztümern. Denn egal, wohin die mehr als 12.600 Migranten am Mittwoch vor dem verheerenden Feuer von Moria geflohen sind, nirgends gibt es fließendes Wasser oder eine Toilette, geschweige denn Zelte oder Wohncontainer.

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