Ausgrabungen in irischer Kleinstadt
Gebeine von rund 800 Säuglingen und Kindern auf Heim-Gelände vermutet
Vergangenheitsbewältigung auf Irisch: Seit Beginn dieser Woche unternimmt ein internationales Team von Fachleuten Ausgrabungen am Rande der Kleinstadt Tuam im westirischen Bezirk Galway.
Die lokale Historikerin Catherine Corless auf dem Gelände des Heimes in Tuam, wo nun die Ausgrabungen stattfinden Foto: Paul Faith/AFP
Unter einem unscheinbaren Rasenstück der irischen Kleinstadt werden die Gebeine von rund 800 Säuglingen und Kindern vermutet. Achtlos wurden die Sprösslinge unverheirateter junger Frauen im 20. Jahrhundert in eine aufgelassene Klärgrube geworfen – Ausdruck der Missachtung, die ungewollten Menschen in der katholisch-theokratischen Gesellschaft zuteilwurde.