Spanien
Fremdenfeindliche Parolen erschüttern Urlaubsinsel Mallorca
Die Schmierereien sind inzwischen entfernt – doch die Sorge und die Empörung bleiben. In Santanyí, einem kleinen Ort im Südosten Mallorcas, wurde die sommerliche Ruhe durch Hassparolen gestört. Mit roter Sprühfarbe und Aufklebern wurden auf Schaufenster, Hauswände und Autos Sprüche wie „Deutsche raus“, „Go home” (Hau ab) oder „Foreign property buyers go to hell“ (Ausländische Immobilienkäufer fahrt zur Hölle) angebracht.
Protestveranstaltung im Juni in Palma de Mallorca gegen die Auswüchse des Massentourismus Foto: Jaime Reina/AFP
Was ist los in dem bisher so idyllischen Ferienort? Dort leben rund 12.000 Menschen, davon sind laut Einwohnermeldeamt rund ein Drittel Ausländer – die meisten aus dem deutschsprachigen Raum. Der Ort lebt vor allem vom Tourismus. Im Sommer vervielfacht sich allerdings die Zahl der Menschen in Santanyí. Es gibt nach Angaben des Branchenverbandes Exceltur in Hotels und privaten Ferienunterkünften mehr als 26.000 Touristenbetten in der kleinen Gemeinde.