Europa
Frankreich hofft auf Friedrich Merz für Beziehungsneustart
Er hatte hugenottische Vorfahren, sein Großvater hieß Savigny, und als Schüler war er zum Austausch in der Auvergne: Der designierte Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat persönlich enge Beziehungen nach Frankreich. Er stammt aus einer Generation, für die die deutsch-französischen Beziehungen von zentraler Bedeutung sind. Sein erster Auslandsbesuch einen Tag nach der Kanzlerwahl am kommenden Dienstag soll ihn nach Paris führen.
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und der designierte Bundeskanzler Friedrich Merz wollen die Beziehungen zwischen beiden Ländern neu beleben Foto: AFP/Tobias Schwarz
Dort wird Frankreichs Präsident Emmanuel Macron Merz mit offenen Armen empfangen. Die beiden kennen sich längst. Macron wollte sich nicht von langwierigen Koalitionsverhandlungen in Deutschland ausbremsen lassen und lud Merz schon am Wahlabend im Februar nach Paris ein. Dort diskutierten die beiden mehr als drei Stunden lang über die großen Themen der künftigen Zusammenarbeit. Auch in Berlin trafen sich die beiden schon vor dem Amtsantritt des designierten Kanzlers. Der designierte Außenminister Johann Wadephul hat ebenfalls bereits Kontakte in Paris geknüpft.